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	<title>Konflikte Archive | Sabine Wehrhahn Coaching</title>
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	<description>Coaching für Unternehmer, Führungskräfte und Teams</description>
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	<title>Konflikte Archive | Sabine Wehrhahn Coaching</title>
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		<title>Konflikte am Arbeitsplatz bewältigen</title>
		<link>https://sw-coaching.de/konflikte-am-arbeitsplatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Wehrhahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2020 19:41:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Work-Life Balance]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Konflikte am Arbeitsplatz: Lernen Sie die häufigsten Arten von Konflikten kennen und wie Sie diese am schnellsten lösen oder gar vermeiden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://sw-coaching.de/konflikte-am-arbeitsplatz/">Konflikte am Arbeitsplatz bewältigen</a> erschien zuerst auf <a href="https://sw-coaching.de">Sabine Wehrhahn Coaching</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Aushalten oder Lösung finden?</h2>

<p>Da sich Organisationen wandeln, ändert sich auch die Arbeitswelt und mit ihr die Mitarbeiter und ihre Arbeitsumgebung. Klar, dass es hier nie konfliktfrei ablaufen kann: Konflikte am Arbeitsplatz sind unbeliebt und bringen uns aus der Konzentration. Manchmal begleiten sie uns länger und intensiver, als es uns lieb wäre. Umso wichtiger ist es, ein paar Ideen an der Hand zu haben, wie mit diesen umzugehen ist.</p>
<p>Als Sparringspartnerin und Moderatorin begleite ich Unternehmen dabei ihre Konfliktkultur zu optimieren, analysiere schwelende Konflikte und initiiere Verbesserungsprozesse.</p>
<p>Heute möchte ich mein Wissen teilen, indem ich typische Konfliktsituationen beschreibe und Lösungsansätze anbiete. Somit können Sie selbst dafür sorgen, dass kleine Brände am Arbeitsplatz gar nicht erst entstehen oder galant umgangen werden können.</p>
<h2>Konfliktsituationen am Arbeitsplatz: Telefonate, Umgebungstemperaturen und die Umverteilung von Arbeit</h2>
<p>So unterschiedlich wir Menschen auch sein mögen, arbeiten wir zusammen entstehen stets ähnliche Muster von Problemen und Konfliktherde. Einige typische Fälle liste ich hier einmal auf, jeder von uns hat sie sicherlich in der ein oder anderen Variante schon erlebt.</p>
<h3><strong>Schlecht reden über Kollegen</strong></h3>
<p>Im Gespräch untereinander reden wir über viele Dinge; das Wetter, unsere Gesundheit, die Fußballergebnisse von gestern oder wie schön der letzte Urlaub war. Nichts schafft jedoch eine so angenehme Vertrautheit, wie die gemeinsame Erörterung vermeintlicher Schwächen anderer: Wie sieht sie wieder aus, was hat er wieder gemacht, warum sind die zwei immer zu spät?</p>
<p>Aus einem gemeinsamen Gesprächsthema entstehen oftmals Zuweisungen und unterschwellige Abneigungen, die stärkere Dynamiken nach sich ziehen können. Wie können Sie mit der Situation umgehen?</p>
<p>Zunächst kommt es darauf an, ob über andere Kollegen oder über mich selbst schlecht geredet wird. Wenn andere betroffen sind, dann sage ich bei nächster Gelegenheit: „Ich finde es nicht gut, dass hier über andere, die nicht anwesend sind, schlecht geredet wird.“</p>
<p>Ich entziehe mich dann konsequent dem Gespräch, mache also einfach nicht mit. Eventuell muss ich dieses Fehlverhalten immer wieder ansprechen. Sprechen Kollegen schlecht über mich?</p>
<p>Dann empfehle ich den Mut zu haben und das direkte Gespräch zu suchen: „Ich bitte Dich als guten Kollegen, hinter meinem Rücken nicht schlecht über mich zu reden, sondern mich anzusprechen, wenn dir etwas nicht passt.“  In letzter Instanz können Vorgesetzte im Vertrauen hinzugezogen werden.</p>
<h3><strong>Ablenkung durch Telefonanrufe</strong></h3>
<p>Je nach Raumsituation ist es unvermeidbar das eigene Büro mit Kollegen zu teilen, dass die Telefonate der anderen die eigene Konzentration stören ist klar. Eine unvermeidbare Situation? Wenn mich das Telefonieren der Kollegen im Raum stört, kann ich zunächst nichts dagegen tun. Jeder macht hier schließlich nur seinen Job. Ich muss trainieren wegzuhören.</p>
<p>Wer mit anderen ein Bürozimmer teilt, wird zwangsläufig durch die Telefongespräche der Kollegen gestört. Wenn Kollegen darum bitten, für eine gewisse Zeit Störungen zu vermeiden, dann leite ich meine Anrufe auf die Mailbox und rufe später zurück. Wenn das Umschalten nicht möglich ist, nehme ich den Anruf entgegen, halte das Gespräch aber möglichst kurz: Worum geht es? Was soll ich tun? Ich habe es notiert und kümmere mich darum.</p>
<p>Eine Ausnahme ist: Es wird (zu) häufig privat telefoniert. Ich empfehle auch hier die direkte Ansprache beim betreffenden Kollegen und bitte freundlich, aber bestimmt darum, dass die betreffende Person ihre Privatgespräche draußen führt, damit ich meine Arbeit ordentlich erledigen kann. Oftmals ist mit der Erinnerung hieran schon eine Verbesserung zu erzielen.</p>
<h3>Arbeit auf Kollegen abwälzen</h3>
<p>Selbstverständlich hilft man sich unter Kollegen auch mal aus; so weit so gut unser sozialer Konsens. Findige Menschen finden jedoch schnell heraus, dass gewisse Kollegen scheinbar ohne ein Wort der Widerrede gerne alles für sie übernehmen und delegieren darum mehr, als eigentlich nötig wäre. Keine feine Art, aber clever.</p>
<p>Ein riesiges Konfliktpotential. Bei Personen, die notorisch ihre Arbeit auf andere Teammitglieder abwälzen, hilft nur ein klares Nein: „Ich kann dir bei deiner Aufgabe leider nicht helfen, weil ich selbst noch meine Arbeit erledigen muss.“ Die Pause, die dann eintritt, muss ich aushalten. Meistens verzieht sich der Arbeitsverweigerer wieder und versucht es woanders.</p>
<p>Wenn es aber heißt: „Kannst du mir vielleicht nicht doch helfen?“, dann muss ich konsequent bleiben und bestimmter werden: „Nein, kann ich leider nicht!“</p>
<p>Einleuchtend und doch für einige schwer zu erlernen, das Wörtchen „nein“ ich der richtigen Dosis zu verwenden kann am Arbeitsplatz maßgeblichen Einfluss auf die gesamte Arbeitsleistung haben.</p>
<h2><strong>Konfliktphasen: Konflikte im Team effektiv lösen</strong></h2>
<p>Die beliebtesten Konfliktsituationen sind beschrieben. Sicherlich ist es nicht immer einfach diese zu lösen, aber machbar. Denken wir.</p>
<p>In der Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt gibt es drei Strategien, die Menschen befolgen, die mir in meiner Arbeit immer wieder bewusst werden: Love it, change it, or leave it“.</p>
<p>„Love it“ heißt: Ich bin resilient genug, um das Problem auszuhalten. So schlimm ist es ja auch wieder nicht. „Change it“ bedeutet: Ich suche nach einer Lösung, spreche das Problem an und vereinbare Regeln. „Leave it“ meint: Ich mache nicht (mehr) mit. Ich verlasse das Team oder wechsele sogar den Arbeitgeber.</p>
<p>Seien wir ehrlich: Aushalten ist ehrbar, aber niemand hat verlangt, dass jemand sich zum Märtyrer macht und den Fluchtweg ergreift. Eine Alternative mit guten Gründen, aber teuren Folgen. Wie kann man vorgreifen?</p>
<h2><strong>Konfliktanalyse</strong></h2>
<p>Konflikte am Arbeitsplatz und vor allem in Teamsituationen verlaufen meist in typischen Konfliktphasen. Diese Phasen zu kennen und zu identifizieren, hilft bei der effizienten Bearbeitung und Lösung von Konflikten im Team.</p>
<p>In den allermeisten Organisationen gibt es mehr oder weniger starke, mehr oder weniger offene oder verdeckte Konflikte in Teams. Handlungsbedarf besteht immer dann, wenn die Konflikte im Team Energien und Kräfte binden, die anderswo dringender gebraucht werden. Konfliktmanagement gehört daher in das Methodenrepertoire jeder effektiven Führungskraft.</p>
<p>In Konfliktsituationen gibt es die Tendenz, sofort aktiv zu werden und den Konflikt möglichst bald „lösen“ zu wollen – ein Teamleiter oder eine Führungskraft greift hier gerne durch. Das ist nur allzu verständlich, denn Konflikte in Teams bedeuten meist <em>Stress</em>.</p>
<p>Instinktiv greifen die meisten Menschen dann auf Lösungsstrategien zurück, die Sie in solchen Situationen erlernt haben. Meine Erfahrung aus der Praxis: Leider sind dies nicht immer die besten. Mein Rat deshalb: Ruhe bewahren, durchatmen, und kurz die Situation analysieren.</p>
<ul>
<li><strong>Gegenstand</strong>: Worum geht es, und zwar <em>im Kern</em>? Welche Themen nehmen beide Seiten wahr? Welche Gemeinsamkeiten und welche Unvereinbarkeiten treten auf?</li>
<li><strong>Verlauf</strong>: Was ist bisher passiert? Welche Ereignisse oder Verhaltensweise waren eskalierend oder deeskalierend? Wie beschreiben die Parteien die aktuelle Situation jeweils aus ihrer Perspektive?</li>
<li><strong>Parteien</strong>: Wer sind die Konfliktparteien und wie setzen sie sich zusammen? Gibt es Akteure im Hintergrund? In welcher Beziehung stehen beide Parteien miteinander? Sind Dritte betroffen oder geschädigt worden und profitiert hier vielleicht sogar jemand ganz anderes?</li>
<li><strong>Art des Konflikts</strong>: Handelt es sich z.B. um einen Wertschätzungs-, Beurteilungs- oder Machtkonflikt?</li>
</ul>
<p>Eine solche Konfliktanalyse ist wertvolle und entscheidende Vorarbeit und hilft in späteren Lösungsphasen zu unterscheiden, was „verhandelbar“ ist und was nicht.</p>
<p>Zum Schluss möchte ich einen wertvollen Rat teilen, der die Unternehmenskultur und ihre Konfliktsituationen, meist vor allem die Konflikte am Arbeitsplatz unter Kolleginnen und Kollegen, greifbarer und wertvoller macht.</p>
<h2><strong>Konflikte als Motor von Entwicklung</strong></h2>
<p>Konflikte am Arbeitsplatz gehören genauso wie Fehler in jede Unternehmenskultur und sollte nicht verteufelt, sondern begrüßt werden.</p>
<p>Einschränkung: Einmal aufgetreten, wissen alle Beteiligten besser damit umzugehen. Im Bereich der Teamentwicklung gehört Konfliktmanagement zum wichtigen Repertoire. Mein Beratungsansatz ist, in Gruppen und Teams eine Kultur zu verankern, die nachhaltiges Lernen verankert und Teammitglieder lehrt, die Unterschiedlichkeit der Gruppenmitglieder als echte Entwicklungschance wahrzunehmen.</p>
<p>Diese Fähigkeit ist übrigens ein wichtiges Merkmal, welches lose Gruppen von gut funktionierenden Teams unterscheidet: Einen Konflikt als solchen wahrzunehmen und erfolgreich zu bearbeiten.</p>
<p>Mehr Strategien zur Konfliktbewältigung am Arbeitsplatz und Wissen darüber, wie gute Teams im Kern funktionieren hören sie bald von mir. Teamkonflikte zu lösen ist mein Kerngeschäft. Ich kenne die häufigsten Ursachen, bin gründlich in der Analyse und helfe garantiert. Ein kostenfreies Gespräch mit wertvollen Informationen garantiere ich jedem meiner Kunden.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen allen eine erfolgreiche Woche, mit lehrreichen Konfliktsituationen und viel persönlichem Wachstum.</p>
<p>Ihre Sabine Wehrhahn</p>								</div>
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		<title>Wie Erwartungen unsere Kommunikation beeinflussen</title>
		<link>https://sw-coaching.de/erwartungen-besser-einschaetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Wehrhahn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2020 18:52:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungshaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsteinschätzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erwartungen, ein großes und interessantes Thema, doch was haben sie mit Kommunikation zu tun? Diese Frage scheint zunächst gerechtfertigt, doch denken wir einmal darüber nach, dann gehen wir in jede kommunikative Situation mit &#8211; bewussten und unbewussten &#8211;  Erwartungen. Kommunikation im allgemeinen und Gespräche sollen Gegebenheiten ändern, Situationen auflösen oder Informationen vermitteln. in jedem Fall [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://sw-coaching.de/erwartungen-besser-einschaetzen/">Wie Erwartungen unsere Kommunikation beeinflussen</a> erschien zuerst auf <a href="https://sw-coaching.de">Sabine Wehrhahn Coaching</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erwartungen, ein großes und interessantes Thema, doch was haben sie mit Kommunikation zu tun?</p>
<p>Diese Frage scheint zunächst gerechtfertigt, doch denken wir einmal darüber nach, dann gehen wir in jede kommunikative Situation mit &#8211; bewussten und unbewussten &#8211;  Erwartungen.</p>
<p>Kommunikation im allgemeinen und Gespräche sollen Gegebenheiten ändern, Situationen auflösen oder Informationen vermitteln. in jedem Fall soll ein Austausch, ein Gespräch ein Ziel erreichen und somit hat jeder Teilnehmende auch eine klare Erwartungshaltung.</p>
<p>Das ist notwendig und vorher festgelegte Erwartungen helfen, Situationen vorzubereiten und Ereignisse einzuordnen. Gleichzeitig können sie jedoch genauso  schnell auch zu Problemen führen.</p>
<p>Aus eigener Erfahrung kennt fast jeder Mensch die Situation, dass er nach einem Gespräch enttäuscht ist. Hier wurde offensichtlich, wenn auch vielleicht nur unbewusst, eine Erwartung nicht erfüllt.</p>
<p>Nicht deutlich kommunizierte Erwartungen führen zu Enttäuschungen.</p>
<p>Dieses Phänomen erleben wir im privaten, wie auch im geschäftlichen Bereich.</p>
<h2><strong>Erwartungen bewusst machen</strong></h2>
<p>Nur wer sich seinen Erwartungen überhaupt bewusst wird, kann auch mit ihnen umgehen und sie einfordern.</p>
<p>Mögliche Fragen, die man sich selbst stellen kann, um sich unbewusste Erwartungen bewusst zu werden:</p>
<ul>
<li>Was möchte ich mit diesem Projekt/dieser Besprechung erreichen?</li>
<li>Worauf lege ich bei diesem Thema besonderen Wert?</li>
<li>Was erhoffe ich mir von meinem Gesprächspartner/ meiner Gesprächspartnerin?</li>
<li>Welche Erwartungen hat mein Gegenüber möglicherweise an mich?</li>
<li>Was wäre ein gutes Ergebnis für diese Situation?</li>
</ul>
<p>Diese Fragen müssen nicht alle direkt mit offensichtlichen Erwartungen zu tun haben, jedoch können sie helfen, ein Gespräch klarer und zielorientierter zu führen und Enttäuschungen im Vorfeld zu vermeiden.</p>
<h2><strong>Erwartung oder Hoffnung? Eine kluge Erwartungshaltung entwickeln</strong></h2>
<p>Um Enttäuschungen und Konflikte zu vermeiden, ist es wichtig Erwartungen klar zu kommunizieren. Das Gegenüber kann sonst nur raten und einen Glückstreffer landen. Bei zwei Gesprächsparteien mit einer eigenen Agenda und individuellen Erwartungshaltungen wäre es ein absoluter Glückstreffer, wenn beide Seiten das Ziel erreichen, das sie sich erhofft haben.</p>
<p>Es gilt also fast immer die eigenen Erwartungen klar und eindeutig zu kommunizieren. Wichtig ist jedoch sich bewusst zu machen, was man erwarten kann und darf und was ausschließlich Hoffnung bleiben sollte: Hoffnungen können nur erfüllt werden, wenn alle Umstände ideal sind und der Gesprächspartner oder die Gesprächspartnerin die eigene Position unbedingt unterstützt. Erwartungen sind dagegen oftmals realistischer und lassen sich tatsächlich auch ohne perfekte Bedingungen erfüllen.</p>
<p>Wichtig ist neben dem Bewusstmachen der eigenen Erwartungen auch das Interesse und Nachfragen beim Gegenüber. In der Zeit von digitaler und Online-Kommunikation fast unabdingbar, dass ein Unternehmen aufmerksam auf Feedback und Kommentare von Kunden eingeht und geäußerte Erwartungen ernst nimmt. So kann auch klar kommuniziert werden, warum manche Erwartungen nicht erfüllbar sind und was stattdessen getan werden kann.</p>
<p>Das Ziel von Kommunikation und Mitteilung von Erwartungen ist immer die Reduzierung von Enttäuschung, welche sich sonst in Unmut äußert, der oftmals unliebsame Wellen schlagen kann.</p>
<h2><strong>Erwartungen klar kommunizieren: Warum implizite Kommunikation (fast) immer der schlechtere Weg ist</strong></h2>
<p>Im privaten, wie auch in der Führungsrolle tun sich einige schwer damit, Anliegen und Wünsche klar zu äußern. Erwartungen werden in Aussagen versteckt, jedoch kann der Gesprächspartner sie nur erahnen, wenn er besonders feinfühlig und aufmerksam ist. Andere Gesprächspartner/innen erkennen die Aufforderung jedoch gar nicht.</p>
<p>In vielen Kulturen Asiens ist die indirekte, verschlüsselte Form der Äußerung normal und gehört zum kulturellen Umgang und der Höflichkeit. Das eigentliche Anliegen wird nicht explizit geäußert, sondern muss aus dem Zusammenhang erschlossen werden. Man nennt dies auch implizite Kommunikation. Das funktioniert jedoch nur dann gut, wenn die Gesprächspartner/innen geübt und gewillt sind, das Gemeinte zu entschlüsseln. Davon können Sie im Berufsleben – und auch sonst &#8211; nicht immer ausgehen.</p>
<p>Implizite Kommunikation kann tatsächlich risikoreicher sein, als manchmal angenommen wird. Erwartungen, die nur angedeutet oder versteckt formuliert werden, können leicht überhört und ignoriert werden. Das kann absichtlich geschehen, wenn das Gegenüber keine Lust hat, oder auch versehentlich, weil das Gegenüber nicht in der Lage ist, indirekte Kommunikation zu verstehen und zu entschlüsseln. Wenn Sie Erwartungen und Forderungen versteckt, also eher implizit formulieren, entstehen für Sie eine Vielzahl unerwünschter Risiken. Das Gegenüber muss ihren Wunsch decodieren und sie überlassen es anderen entsprechend auf ihre Wünsche zu reagieren oder dies zu unterlassen. Ihre Erwartungen werden höchstwahrscheinlich gar nicht oder nur in anderer Form erfüllt, als gewünscht. Frustration und Aggressionspotential potenzieren sich und belasten Beziehungen, was zu heftigen Konflikten oder dem Auseinanderdriften führen kann.</p>
<h2><strong>Empfehlungen für eine effektive und klare Kommunikation</strong></h2>
<ul>
<li>Drücken Sie in Worten direkt, das heißt explizit, aus, was Sie wollen bzw. nicht wollen oder erwarten, damit Ihr Gegenüber nicht erahnen muss, worum es Ihnen geht.</li>
<li>Formulieren Sie Arbeitsaufträge klar: „Herr Meier, bitte sortieren Sie die Präparate, die heute geliefert wurden, bis heute Mittag. Achten Sie dabei darauf, dass&#8230;&#8220;</li>
<li>Wenn Sie Wünsche und Forderungen direkt formulieren, kann sich Ihr Gegenüber dazu auch direkt verhalten. Dies kann unter Umständen auch eine Absage beinhalten. Dies ist oftmals eine gute Chance beidseitige Erwartungshaltungen zu diskutieren und zu einem Kompromiss zu führen.</li>
<li>Explizite Kommunikation ist nicht unhöflich, im entscheidenden Maße ist hierfür Tonfall und Körpersprache verantwortlich. Ein offener, klar formulierter Appell mit respektvoller Haltung und freundlichem Ton vorgetragen, wird als höflicher wahrgenommen, als ein versteckter Appell in gereizter Form.</li>
</ul>
<p>Ich wünsche Ihnen viel kommunikativen Erfolg und stehe Ihnen als Sparringspartnerin oder Mediatorin gerne zur Seite, wenn Sie sich Ihre eigenen Erwartungen bewusst machen möchten oder lernen wollen, klarer und ergebnisorientierter zu kommunizieren.</p>
<p>Ihre<br />
Sabine Wehrhahn</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://sw-coaching.de/erwartungen-besser-einschaetzen/">Wie Erwartungen unsere Kommunikation beeinflussen</a> erschien zuerst auf <a href="https://sw-coaching.de">Sabine Wehrhahn Coaching</a>.</p>
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